Der Aufbau
Die vier Teile auch für die eigene Rede.
Ich-Form-Ratgeber
Sie sind nicht der Redner, der jemanden verabschiedet — Sie sind der Mensch, der geht. Eine eigene Abschiedsrede zu halten ist etwas anderes als eine Würdigung: Sie blicken auf Ihre Zeit zurück, danken den Menschen im Raum und schauen nach vorn. Das ist persönlicher und ein bisschen verletzlicher. Dieser Ratgeber zeigt, wie es gelingt, ohne larmoyant oder gleichgültig zu wirken.
Bei der eigenen Rede dreht sich die Perspektive um. Niemand zählt Ihre Verdienste auf — das wäre seltsam. Stattdessen sind Sie es, die danken: für das Vertrauen, für die Jahre, für die Menschen, die den Alltag getragen haben. Diese Dankbarkeit ist das Herzstück. Alles andere ordnet sich ihr unter.
Genau deshalb hat Dankesworte für diesen Fall einen eigenen Modus: die Eigene Abschiedsrede. Statt einer Rolle wählen Sie „Ich verabschiede mich selbst", und die KI schreibt durchgängig in der Ich-Form, an Ihre Kolleginnen und Kollegen gerichtet — nicht über Sie in der dritten Person.
1. Ankommen und den Moment benennen. Sagen Sie offen, dass das kein leichter Moment ist — das nimmt Ihnen und allen anderen die Anspannung:
„Ich habe diese Rede dreimal angefangen und dreimal wieder gelöscht. Es ist gar nicht so einfach, in ein paar Sätze zu packen, was dreißig Jahre für einen bedeutet haben."
2. Zurückblicken und danken. Erzählen Sie zwei, drei Momente, die Ihre Zeit ausmachen, und verbinden Sie sie mit konkretem Dank. Nicht „danke an alle", sondern an wen und wofür:
„Als ich 1994 hier anfing, hatte ich keine Ahnung, was ich tat — und Frau Berg am Nachbartisch hat es nie jemanden merken lassen. Marlene, falls du das hörst: Ich habe dir mehr zu verdanken, als ich dir je gesagt habe."
3. Nach vorn schauen. Schließen Sie mit einem Blick auf das, was kommt — und einem Wunsch an die, die bleiben:
„Ich gehe jetzt zu mehr Garten und weniger Wecker. Und ich gehe leicht, weil ich weiß, dass hier gute Leute weitermachen. Passt auf euch auf — und auf den Laden."
Es ist verlockend, die eigene Rede schwer werden zu lassen. Aber ein Abschied vom Job ist kein Verlust, sondern ein Übergang. Halten Sie die Waage: Ein ehrlicher wehmütiger Satz berührt, fünf davon ziehen den Raum runter. Enden Sie immer nach vorn gerichtet und zuversichtlich — das ist der Ton, der hängen bleibt. Vermeiden Sie auch jeden Trauer-Klang: Sie verlassen eine Aufgabe, kein Leben.
Bei der eigenen Rede ist die Versuchung groß, sehr tief zu gehen — schließlich ist es Ihr Abschied. Doch das Publikum sind Kolleginnen und Kollegen, kein enger Freundeskreis. Persönlich heißt hier: ehrlich und konkret, nicht intim. Ein Satz wie „Diese Jahre haben mich geprägt, mehr als jeder andere Abschnitt meines Lebens" berührt. Private Details, alte Verletzungen oder lange Lebensbeichten gehören dagegen nicht ans Rednerpult. Die gute Faustregel: Alles, was Sie auch der netten Kollegin aus der Nachbarabteilung erzählen würden, darf rein.
Nicht jeder Abschied ist gewollt — manchmal steckt ein Stellenabbau, ein Konflikt oder eine Krankheit dahinter. Auch dann gilt: Der letzte Tag ist nicht der Moment für Abrechnungen. Sie müssen nichts beschönigen, aber Sie dürfen den Fokus verschieben — auf die Menschen, die Ihnen gutgetan haben, und auf das, was Sie mitnehmen. Ein knapper, würdiger Satz zum Grund („Es war nicht meine Entscheidung, aber ich gehe ohne Groll") reicht völlig. Den Rest schenken Sie der Dankbarkeit.
Die eigene Rede trifft Sie emotional stärker als jede fremde. Lesen Sie sie zwei-, dreimal laut vor — beim Spazierengehen, vor dem Spiegel. So wissen Sie an den heiklen Stellen schon, wann Sie kurz Luft holen müssen, und die Wörter sitzen, wenn die Stimme im echten Moment wackelt. Mehr dazu in der Ruhestand-Checkliste.
In Ihren eigenen Worten
Wählen Sie den Modus „Eigene Abschiedsrede", tragen Sie ein, wem Sie danken und worauf Sie zurückblicken — Dankesworte formuliert eine persönliche Rede, die Sie selbst halten. 5 Überarbeitungen inklusive. Ab 4,90 €.
Einmalige Zahlung · Credits verfallen nicht · Sichere Abwicklung über Stripe
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